Warum eine Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige gegen Alkohol und Medikamentenmißbrauch? Haben sie ein Alkohol - oder Medikamentenproblem? Merken sie, dass sie zu viel trinken, morgens die Hände zittern und man einen Schluck braucht. Merken sie, dass sich der Partner, sich von ihnen abwendet? Sind sie den Führerschein schon los? Haben sie vielleicht auch schon den Arbeitsplatz verloren? Solche und ähnliche Situationen gehören zum Alltagsbild der Alkoholsucht.

 

"So geht es nicht weiter, du musst gegen deine Sucht etwas unternehmen. Ich reiche die Scheidung ein, du kannst gehen, ich gehe und nehme die Kinder mit, es hat keinen Sinn mehr mit dir". So lauten die Worte von verzweifelten Angehörigen!

Waren sie beim Arzt, was sagte er über die Leberwerte? Überhöhte Werte sind ein sehr lautes Signal zur Abstinenz! Glauben sie mir, mit 40 Jahren, da hat man meistens schon 15-20 Jahre Alkoholmissbrauch hinter sich, da ist auch die Entwöhnung noch leichter, man hat noch keine gravierenden Entzugserscheinungen. Mit 50 Jahren ist der Entzug schon schwer. Zittern, Gehstörungen, Varizenblutung, epileptische Anfälle können auftreten. Im schwersten Fall wird man auch nicht mehr 60 Jahre!

Der Medikamentensucht ist schleichend, außerdem sind Schlaf- Schmerz - und Beruhigungsmittel sehr leicht zu besorgen (über E-Card?). Die Gefahr liegt bei der Dossierung. Darum kommen sie in die Selbsthilfegruppe, geteilt in Betroffenen - und Angehörigengruppe hier können sie ihre Probleme zur Sucht, aber auch wie es zur Sucht gekommen ist, ohne das ein Wort nach außen dringt, erzählen. Über die Co Abhängigkeit(Partner des Betroffenen) unterhalten sich die Angehörigen.

 Das Wichtigste zur Abstinenz ist Ehrlichkeit, Reden,  Zuhören und wöchentlicher Gruppenbesuch. In der Gruppe werden sie verstanden, haben doch die Gruppenmitglieder gleiche oder ähnliche Probleme. Nach einigen Gruppenbesuche, die jeweils am Mittwoch, 18- 21 Uhr in der 12. Februarstrasse 6 in den Kellerräumen statt finden, werden sie die Dazugehörigkeit spüren.

Nehmen sie den (die) Partner(Partnerin) zur Angehörigengruppe mit, es fördert die Abstinenz des Betroffenen. Außerdem haben wir Verbindung zur Suchtambulanz von der Siegmund Freud Klinik Graz in Bruck/Mur, zum b. a. s. Kapfenberg und zur Suchtklinik in Treffen bei Villach. Bedenken sie als Betroffener, Alkoholismus ist eine Krankheit. Es liegt an ihnen, nur an ihnen, abstinent zu werden und bleiben.  Sehr wichtig ist, Ziele (Perspektiven) zu setzen.

Nicht nur die wöchentlichen Gruppenabende werden veranstaltet, sondern es wird gewandert, Kegelmeisterschaften und Schnapsen veranstaltet, sowie ein Ausflug und Grillfest organisiert.

   
© Markus Schrittwieser